Stadtnatur-Ranger nun auch für die City West

Nachdem die Hüter der Landschaft schon in vielen Berliner Bezirken – wie auch in Mitte – anzutreffen sind, gibt es nun mit Astrid Kinateder und Ina Müller auch in der City West zwei Stadtnatur-Rangerinnen. Mit dem bundesweit einmaligen Pilotprojekt „Stadtnatur-Ranger“ sind nunmehr im gesamten Berliner Stadtgebiet Rangerinnen und Ranger unterwegs. Koordiniert durch die Stiftung Naturschutz Berlin leisten damit ab sofort 22 Hüter der Landschaft breit gefächerte Arbeit, um ökologisch bedeutsame Flächen in den Bezirken zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Zum Revier der neuen Landschafts-Hüter zählen in den Bezirken vor allem Schutzgebiete sowie Parks und Grünflächen. In Charlottenburg-Wilmersdorf werden die Ranger unter anderem im Grunewald, an der Lieper Bucht sowie im Ruhwaldpark anzutreffen sein. Ein besonderer Fokus wird zudem auf Charlottenburg-Nord liegen. In Kooperation mit Akteuren und Bürgern vor Ort findet hier momentan die nachhaltige Erneuerung des Stadtteils hin zu einem lebendigen Quartier statt.

Oliver Schruoffeneger, Stadtrat für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt:

Der Einsatz der Stadtnatur-Ranger soll uns helfen, mehr über unsere Schutzgebiete, Parks- und Grünanlagen zu erfahren. Mit den Daten wollen wir diese dann nachhaltig fortentwickeln und schützen. Die Stadtnatur-Ranger sollen aber auch möglichst viele Bürgerinnen und Bürger für erforderliche Maßnahmen im Rahmen von diversen Umweltbildungsprojekten sensibilisieren.

Anette Nawrath, Vorsitzende der Stiftung Naturschutz Berlin:

Das Team der Stadtnatur-Ranger ist jetzt komplett. Unser Ziel ist es nicht nur, einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in unserer Stadt zu leisten. Die Ranger werden auch als Ansprechpartner für die Bürger fungieren. Wir sind glücklich darüber, dass es uns gelungen ist, in einem strengen Auswahlverfahren Mitarbeiterinnen zu finden, die fachlich hochqualifiziert und in besonderem Maße engagiert sind.

Stadtnatur-Ranger: Astrid Kinateder und Ina Müller (v.l.)

Stadtnatur-Ranger: Astrid Kinateder und Ina Müller (v.l.)
Foto: Stiftung Naturschutz Berlin

Aufgaben

Die Aufgaben der Stadtnatur-Ranger reichen vom Gebiets- und Umweltmonitoring über wissenschaftliche Datenerhebungen bis hin zur Koordination praktischer Arten- und Biotopschutzmaßnahmen. Dazu gehören das Anlegen von Blühwiesen, der Bau von Benjes-Hecken, die Errichtung von Insektenhotels oder die Entwicklung und Umsetzung von Mahdkonzepten. Die Teams werden außerdem künftig Ranger-Touren anbieten und Netzwerkarbeit leisten, Umweltbildungsprojekte mit verschiedenen Akteuren realisieren und interessierten Bürgern als Ansprechpartner rund um Naturschutzfragen zur Verfügung stehen.

Während der regelmäßigen Gebietsbegehungen werden die Stadtnatur-Rangerinnen darüber hinaus die Einhaltung bestehender Regelungen unterstützen, Störungen aufzeichnen sowie Nutzungskonflikte durch ihre Präsenz und Fachkenntnis zu mindern helfen.

Laufzeit zwei Jahre

Das bundesweit einmalige Projekt ist im Mai 2020 offiziell gestartet. Es wird von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) finanziert. Trägerin des Projekts ist die Stiftung Naturschutz Berlin. Sie setzt es für elf Bezirke in Zusammenarbeit mit der SenUVK und den bezirklichen Umwelt- und Naturschutzämtern um. Das Gesamtprojekt wird während der rund zweijährigen Laufzeit begleitend evaluiert. Dann soll entschieden werden, ob und wie der Einsatz der Ranger in den Bezirken nach 2021 weitergeführt wird.

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