Helga-Goetze-Stiftung gegründet

In der Stiftung Stadtmuseum Berlin ist die Helga-Goetze-Stiftung gegründet worden. Die Stiftung der Frauenaktivistin und Feministin Helga Goetze (1922-2008) umfasst rund 280 stilistisch einzigartige Stickbilder unterschiedlicher Formate und rund 300 Grafiken, teils Vorzeichnungen, mit feministischen Botschaften und außergewöhnlichen kulturgeschichtlichen Aussagen. Die Arbeiten reichen von den 1960er Jahren bis 2007.

Stickbilder von Helga Goetze.

Stickbilder von Helga Goetze.
© Stadtmuseum Berlin | Foto: Oliver Ziebe

Die 2008 verstorbene Helga Goetze war eine stadtbekannte Aktivistin, die mit ihren zumeist vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche stattfindenden Performances überregionale Bekanntheit erreichte und als Persönlichkeit für die „grenzenlose“ Freiheit in West-Berlin stand. Regisseur und Autor Rosa von Praunheim führte 1982 mit ihr ein legendäres Interview. Goetze gilt allgemein noch heute als „primäre Tabu-Brecherin“ und frühe Vertreterin der queeren Berliner Szene. Ihr schriftlicher Nachlass befindet sich im Frauenforschungs, -bildungs- und –informationszentrum (FFBIZ), auch ist er bereits digitalisiert.

Die Stiftung am Stadtmuseum Berlin dokumentiert einen wichtigen Baustein der Berliner Frauenemanzipation und erlaubt Einblicke in die Diversität Berliner Subkultur. Mit rund 600 Objekten ist die Stiftung eine willkommene Erweiterung zum Thema Berliner Künstlerinnen.

Das Stiftungskuratorium besteht aus Ulrich Goetze, Stifter und Sohn der Künstlerin; Johannes Hinkelammert, Schwiegersohn; Roman Klarfeld, Geschäftsführer des FFBIZ – das feministische Archiv e.V. und Paul Spies, dem Direktor des Stadtmuseums Berlin.

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