Jubiläum: 175 Jahre Zoo-Geschichte

Die imposante Elefantenkuh streckt aufmerksam den Rüssel in die Luft, die Giraffen recken neugierig ihre langen Hälse und das laute Rufen der Affen ist bis zu den großen Eingangstoren zu hören: Es wird gefeiert im Zoo Berlin! Am 1. August 1844 öffnete der Zoo Berlin erstmals seine Tore, genau 175 Jahre später gilt er als der weltweit artenreichster seiner Art und gehört zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt.

Jubiläumsfeier am 1. August
Die Seehunde im Zoo Berlin.

Die Seehunde im Zoo Berlin.
© 2019 Zoo Berlin

Jahrhundertealte Bäume, historische Bauwerke, wie das Antilopenhaus, in Kombination mit moderner Zoo-Architektur und die faszinierenden tierischen Bewohner machen Deutschlands ältesten Zoo zu einem ganz besonderen Ort. „Der Zoo Berlin ist eine wichtige Kultureinrichtung, in der die verschiedensten Menschen der Gesellschaft – von jung bis alt – zusammenkommen“, verkündet Zoo- und Tierpark-Direktor Dr. Andreas Knieriem. „Wir möchten unser Jubiläum zum Anlass nehmen, um am ersten Augustwochenende mit unseren Gästen gemeinsam die atemberaubende Vielfalt der Tierwelt zu feiern“, ergänzt Knieriem. Bei einem bunten Bühnen-Programm mit Mitmach-Aktionen sowie verschiedenen Ständen zum Basteln, Drucken und Malen kommen vor allem die jungen Besucher auf Ihre Kosten. Bei verschiedenen Sonderführungen, unter anderem durch die historische Ausstellung im Antilopenhaus, können die Besucher auf den Pfaden der Geschichte wandern und in die spannende Zoo-Welt von damals und heute eintauchen. Auf der Tour durch die Futterküche werden die Gäste sogar einen Blick hinter die Kulissen werfen können. Auch die Zooschule, der außerschulische Lernort des Zoos, freut sich auf interessierte Besucher, die an verschiedenen Spielstationen ihr tierischen Wissen testen möchten.

Zoo-Konzert

Anlässlich des 175-jährigen Jubiläums präsentiert der Zoo Berlin außerdem ein exklusives klassisches Konzert in einzigartiger Kulisse. Unweit von Okapis, Zebras und Seehunden wird ein Ensemble – darunter Berliner Klassik-Stars wie Konstantin Manaev, Michael Mordvinov, Sabine Grofmeier, Danae Dörken und junge Musiker der Hanns Eisler Musikhochschule Berlin – den Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns aufführen. Konzerte haben im Zoo Berlin eine lange Tradition: Schon Ende des 19. Jahrhunderts ließ sich die feine Berliner Gesellschaft traditionell mit Champagner auf den Terrassen des Zoos nieder, lauschte der Musik und bestaunte Flamingos, Störche und Kraniche, die sich auf den umliegenden Teichen tummelten. Die Tickets für das exklusive Konzert – der Zoo-Eintritt am Tag des Konzerts ist inbegriffen – sind streng limitiert und ausschließlich im Vorverkauf online sowie im ServiceCenter des Zoo Berlins zu erwerben.

Steffen Freiling Fotografie © 2019 Zoo Berlin

Pünktlich zum Jubiläum erschien am 10. Juli das neue Buch des Historikers Dr. Clemens Maier-Wolthausen, der in „Hauptstadt der Tiere“ die 175-jährige Geschichte des Zoo Berlins beleuchtet. Von seiner Gründung als fürstliche Menagerie bis zum artenreichsten Zoo der Welt, der jedes Jahr Millionen Besucher aus aller Welt anzieht – mit historischen Fotos und Relikten der vergangenen 175 Jahre spiegelt das Buch zugleich die Berliner und deutsche Geschichte wider.

Und es gibt auch ein Geschenk für Tierfreunde: Im Jubiläumsmonat August kann man eine Patenschaft für einen echten Berliner Bären übernehmen: Mit einer symbolischen Spende von 175 € (anstatt 2.500 €) können Unterstützer eine Patenschaft für den Kragenbären Plato übernehmen. Diese Jubiläumspatenschaft ist ein Dankeschön des Zoo Berlin an die zahlreichen Menschen, welche es ermöglichen, dass der Zoo seiner wichtigen Funktion als Arche bedrohter Tierarten, Ort für Forschung und Bildung und erholsamer Rückzugsort verantwortungsvoll nachkommen kann.

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