U-Bahnhof Wittenbergplatz in neuer Pracht

Das vielleicht schönste Eingangsgebäude eines U-Bahnhofes erstrahlt wieder in altem Glanz. Mit dem Abbau der Gerüste ist der Blick auf den U-Bahnhof Wittenbergplatz nach 19-monatigen Sanierungsarbeiten wieder frei. Die Instandsetzung des 1912 erbauten Gebäudes erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt Berlin und der unteren Denkmalschutzbehörde.

Im Zuge der Bauarbeiten wurden Teile der Fassade demontiert, um die Tragkonstruktion des Gebäudes zu ertüchtigen. Dazu wurden die freigelegten Stahlträger entrostet, überarbeitet und neu beschichtet. Außerdem mussten die Holzfenster sowie die Oberlichter ausgewechselt und teilweise originalgetreu nachgebaut werden. Ebenso wie die Dacheindeckung, die Entwässerungsrinnen und die Fensterbleche.  Auch die in der Fassade enthaltenen Ornamente und Reliefs aus Naturstein mussten komplett überarbeitet und teilweise fachgerecht erneuert werden.

Verantwortlich für die Instandsetzung des Eingangsgebäudes waren die Gebauer Steinmetzarbeiten GmbH und das Bauoberleitungsbüro Mrawietz, die damit einem Berliner Wahrzeichen und Denkmal Alfred Grenanders wieder zu originaler Schönheit verholfen haben. Die Baukosten belaufen sich auf rund 2,9 Millionen Euro.

Der U-Bahnhof Wittenbergplatz strahlt nach langen Sanierungsarbeiten in neuem Glanz.

Der U-Bahnhof Wittenbergplatz strahlt nach langen Sanierungsarbeiten in neuem Glanz.
Foto: Ingenieurbüro Mrawietz und Gebauer Steinmetzarbeiten GmbH

 


Wittenbergplatz

Der U-Bahnhof Wittenbergplatz liegt im Berliner Ortsteil Schöneberg und gehört zum Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Er besitzt als einziger U-Bahnhof Berlins fünf nebeneinanderliegende Gleise und wird von den Linien U1, U2 und U3 der BVG bedient. Ein vierter Bahnsteig mit einem sechsten Gleis auf der Nordseite war eingeplant, wurde aber nie gebaut. Der Bahnhof wurde 1902 zunächst in einfacher Form gebaut und gehörte zur Stammstrecke, der ersten Hochbahnstrecke der Hauptstadt des Deutschen Reichs. Die Eingangshalle des U-Bahnhofes wurde, passend zum in der Nähe befindlichen KaDeWe, sehr repräsentativ erbaut. Als mächtiges kreuzförmiges Hallengebäude dominiert es den Wittenbergplatz. Nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Eingangshalle bis 1951 wieder aufgebaut. Der Bahnhof am Tauentzien und in der Nähe des KaDeWe ist ein bedeutender Umsteigebahnhof.

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